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Kategorie: Stichworte
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Einspeisemanagement Das E ist eine speziell geregelte Netzsicherheitsmaßnahme zur Entlastung von Netzengpässen. Die Bundesnetzagentur hat einen finalen Leitfaden zum EEG-Einspeisemanagement 3.0 am 25.06.2018 veröffentlicht. Der verantwortliche Netzbetreiber kann nach den besonderen Voraussetzungen und Rechtsfolgen des E auch die Einspeisung aus Anlagen der erneuerbaren Energien oder der Kraft-Wärme-Kopplung vorübergehend abregeln, wenn die Netzkapazitäten nicht ausreichen, um den insgesamt erzeugten Strom abzutransportieren (§ 13 Abs. 2, 3, S. 3 EnWG i. V. m. §§ 14 f. EEG, für Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen i. V. m. § 3 Abs. 1, S. 3 KWKG).

Das E kommt allerdings nach der gesetzlichen Rangfolge nur zum Einsatz, wenn der Netzengpass nicht bereits durch andere geeignete Maßnahmen - insbesondere durch eine Abregelung konventioneller Kraftwerke - ausreichend entlastet werden kann. Werden Anlagen der erneuerbaren Energien oder der Kraft-Wärme-Kopplung per Einspeisemanagement abgeregelt, hat der Anlagenbetreiber gegenüber seinem Anschlussnetzbetreiber Anspruch auf Entschädigung.