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(Lastprofil, Lastkurve) Graphische Darstellung der Belastung des Stromnetzes in einem Koordinatensystem mit der geleisteten Arbeit in in Watt auf der Ordinate und der dafür gemessenen Zeit auf der Abszisse (s. auch Grundlast). L können sowohl bei einzelnen Stromproduzenten oder ihrer Gesamtheit als auch bei einzelnen Verbrauchern oder ihrer Gesamtheit abgenommen werden; für Steuerungszwecke werden dem Verbrauch von Kleinverbrauchern standardisierte Verhältnisse zu Grund gelegt. Der Lastgang wird beim Produzenten viertelstündlich erhoben und zu Tageswerten aggregiert. In Veröffentlichungen werden zumeist diese Tages-L besprochen.

 

Als Beispiel zeigen wir hier die L der Windenergiepark Heidenrod GmbH, ermittelt nach den von ihr für den November 2016 für die Einspeisung veröffentlichten Zahlen  (Angaben in KW).

 

 

 

Standort des Windparks mit 12 WKA´s (je2,5 MW Nennleistung, Nabenhöhe 139 m, Rotordurchmesser 120 m) ist der Rheingau-Taunus oberhalb des Wispertals. Für den Zeitraum errechnet sich eine durchschnittliche Verfügbarkeit der Anlagen von knapp 50%. Dieser Wert sagt indessen nichts darüber aus, ob die Hälfte der Nennleistung bei Bedarf tatsächlich zur Verfügung stehen würde, er liefert kein Indiz für die selbständige Eignung des Windparks zur Deckung einer Grundlast, die starken Ausschläge der Kurve nach oben und nach unten sprechen dagegen.

Wesentliche Erkenntnisse lassen sich zur Energiepolitik durch Addition der L aller Kraftwerke bestimmter Typen oder Rohstoffverbräuche zu Gesamt-L und Gegenüberstellung der L für den Gesamtstromverbrauch gewinnen. Einen vergleichbaren Nutzen bieten Diskussionen von Ausbauzielen und ihrer Realisierung bezüglich der Nennleistung nicht.